Nicht ohne mein Notizbuch

Ich liebe Notizbücher. Es ist zwar eine Schande für jeden Kunsthistoriker, aber nach Ausstellungsbesuchen kann ich es einfach nicht lassen, den Museumshop zu besuchen um mir ein Notizbuch mit einer hübschen Reproduktion auf der Titelseite zu kaufen. Auch Dritte-Welt-Läden (in Saristoff gebundene Büchlein oder Hefte aus Nepalpapier) und KrimsKramsLäden aller Art sind nicht sicher vor meiner Kaufwut. Und wenn ich nicht in Geschäften fündig werde, mache ich meine eigenen Notizbücher.

Mittlerweile habe ich eine stattliche Notizbuchsammlung und so nach und nach kommen alle zum Einsatz. Meistens gebrauche ich mehrere Hefte gleichzeitig, ein jedes hat dabei seine eigene Aufgabe:

 

  • Ein Notizbuch gebrauche ich als Tagebuch (oder besser gesagt als Klagebuch), um mir meine persönlichen Erlebnisse von der Seele zu schreiben und um über das menschliche Dasein im allgemeinen – und über mein eigenes Leben im besonderen – zu schwadronieren.
  • Ein anderes Notizbuch dient als Ideensammlung in der ich alle meine, mehr oder weniger brillianten Eingebungen notiere. Unzensiert! In Momenten in denen mir jegliche Inspiration fehlt, hilft es immer, in dieser Sammlung zu stöbern.
  • Für jedes Schreibprojekt an dem ich gerade arbeite, egal ob Essay oder Buch, habe ich ein separates Notizbuch. Alles, was mir spontan zum jeweiligen Projekt einfällt, sowie relevante Artikel, Bücher oder Zitate, schreibe ich hier auf.
  • Und dann habe ich noch ein Notizbuch, das als Leseliste dient. Denn wie oft passiert es nicht, dass ich etwas nachschlagen will, was ich vor einiger Zeit in einem Buch gelesen habe, kann mich beim besten Willen aber nicht mehr an den Autoren, geschweige denn den Titel erinnern? Dann ist es ganz hilfreich, meine Liste gelesener Bücher überfliegen zu können.

 

Allerdings gibt es auch einiges, wofür man Notizbücher NICHT gebrauchen sollte:

  • Einkaufslisten;
  • To Do Listen;
  • Schmierpapier, zum Beispiel für Telefonnummern wenn gerade nichts anderes zur Hand ist.

 

Fühlt euch vor allem nicht verpflichtet, die Notizbücher Cover-to-Cover vollzuschreiben. Gerade Projekthefte sind “fertig” wenn das jeweilige Projekt beendet ist. Für alle fertigen Hefte habe ich in meinem Bücherregal eine kleine Ecke reserviert. Das nimmt nicht allzu viel Platz in Anspruch und ihr Anblick lässt mein Schreiberherz jedes Mal höher schlagen.

Viel Spaß beim Ideen Sammeln und Schreiben!

 

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2 Comments

  1. Ich nutze zwar ein Notizbuch, die meisten Notizen schreibe ich jedoch in Evernote – geht schneller und meist sind es Ideen und Notizen für Blogbeiträge, die ich so direkt kopieren und einfügen kann!

    Liegt auch daran, dass ich es nicht mag, wenn ich mich in einem schönen Notizbuch verschreiben würde und die Seite dann nicht mehr “perfekt” wäre – da bin ich zu perfektionistisch veranlagt 😀

    • Ja, Evernote ist schon praktisch!
      Und auch mir ist es ein Gräuel, wunderschöne Notizbücher mit Verschreibern oder banalen Gedanken zu entehren. Aber gerade dadurch ist es für mich auch eine therapeutische Medizin gegen den Perfektionismus…

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