Sommer, Sonne, … schreiben!

Der Sommerurlaub steht vor der Tür. Endlich wieder Zeit für herrliches Nichtstun. Die Seele baumeln lassen, während einem die Sonne auf den Bauch scheint. Ein Aktivurlaub ist eine andere Art, unbeschwert unseren Gedanken nachzuhängen. Lange Wanderungen durch unerforschte Gegenden oder Spaziergänge in unbekannten Städten sind dafür die beste Kulisse und bieten gleichzeitig genug Impulse, um unsere Gedankenströme angenehem leicht und beschwingt fließen zu lassen.

Oft geht dieser gedankliche Leerlauf gepaart mit dem Bedürfniss der Konzentration. Es ist, als ob sich diese grenzenlose Schweiferei doch irgendwo festhalten will, einen Haltepunkt braucht, etwas, um den Gedankenfluss in begrenzte Bahnen zu leiten. Es ist, als ob all diese Ideen sich auch konkret in der Wirklichkeit manifestieren wollen. Wahrscheinlich ist das einer der Gründe, warum wir im Urlaub oft allerlei gute Vorsätze treffen und neue Ziele abstecken. Vor unserem geistigen Auge sehen wir schon, wie wir unsere Urlaubsinspirationen in die Tat umsetzen. Nur leider lassen sich all diese wunderbaren Ideen und Vorsätze – einmal zurück im Alltagsleben – nur sehr schwerlich realisieren.

Eine andere Art, dieser zügellosen Gedankenschweiferei ein Anker zu geben, ist es, ein Urlaubstagebuch zu schreiben. Einfach ein hübsches Notizbuch mit in den Koffer packen. Den Stift natürlich nicht vergessen! Und dann jeden(!) Tag 15 bis 30 Minuten schreiben. Schreiben heißt: nicht vorab grübeln, sondern einfach anfangen zu schreiben, kontinuierlich die Hand bewegen, und nichts durchstreichen oder sonstwie zensieren.

Das geht am besten wenn ihr euch vorher den Timer stellt, zum Beispiel auf 15 Minuten. Dann loslegen und erst aufhören zu schreiben, wenn der Wecker klingelt. Kleiner Tipp: wenn ihr jeden Tag zur selben Zeit schreibt, zum Beispiel nach dem Frühstück, gleich als erstes auf dem Strandtuch oder vorm Schlafengehen, wird das Viertelstündchen so zur Gewohnheit, dass es sich gar nicht mehr wie eine Pflicht anfühlt.

Schreibt über alles, was euch einfällt. Beschreibt Eindrücke und Impressionen in allen Farben, Gerüchen und Einzelheiten. Wie fühlt sich der warme Wind auf der Haut an? Wie schmeckt der Cocktail an der Bar? Wie ist es, unter dem endlosen, strahlenden Himmel zu laufen oder die grenzenlose Ferne der Landschaft zu erfahren? Vielleicht schreibt ihr lieber auf, worüber ihr euch tags zuvor den Kopf zerbrochen habt. Oder eine Karikatur über den nervigen Reisegefährten, inklusive prägnanter Zitate.

Es wird euch überraschen, wie viele Erlebnisse (be)schreibenswert ist. Oft sind es gerade Szenen, die sich nicht in Fotos festhalten halten lassen. So wird euer Reise-Notizbuch zum alternativen Urlaubssouvenir. Nichts ist schöner, als alte Reisetagebücher durchzublättern und die Erinnerungen wieder aufsteigen zu lassen.

Das einzige was ihr dafür braucht ist ein Notizbuch, einen Stift und eine Viertelstunde am Tag. So viel Zeit muss sein, auch im Urlaub!

 

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